Artist Statement

Meine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen performativer Installation, sozialer Skulptur und raumbezogener Intervention. Ausgangspunkt meiner Arbeiten sind räumliche Situationen, in denen Umwelt, gesellschaftliche Ordnungssysteme und individuelle Wahrnehmung aufeinandertreffen.

Ich arbeite häufig mit gefundenen und gebrauchten Materialien, die bereits Teil bestehender Kreisläufe sind. Durch ihre Neuordnung und Umdeutung untersuche ich, wie Bedeutung entsteht, sich verschiebt und innerhalb ökologischer und gesellschaftlicher Strukturen wirksam wird. Material, Ort und Handlung sind dabei eng miteinander verschränkt.

In jüngeren Arbeiten stehen Flüsse, Kanäle und Wasserwege im Zentrum meiner Praxis. Sie erscheinen als räumliche, zeitliche und infrastrukturelle Systeme, in denen Prozesse von Zirkulation, Regulierung und Stillstand sichtbar werden. Wasser dient dabei nicht als Naturmotiv, sondern als Träger von Bewegung und Kontrolle innerhalb menschengemachter Ordnungen.

Viele meiner Projekte sind ortsspezifisch und temporär angelegt. Sie entstehen aus der Auseinandersetzung mit konkreten räumlichen Situationen und reagieren auf vorgefundene Bedingungen, ohne diese festzuschreiben oder zu kommentieren.